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Reisebericht von Kerstin Gebhardt

Abenteuer kombiniert mit Arbeitsbesuch 2022

18. Februar

Da bin ich wieder, in einem Land, welches sich wie Heimat anfühlt und sich doch stark verändert. Vorfreude gibt es nun seit 2 Jahren nicht mehr, da man bis zum Schluss bibbern muss, ob das Testergebnis zur rechten Zeit da ist. Diesmal kam der Sturm noch dazu. Als wir 3 Uhr morgens zum Flughafen fuhren, hörten wir schon, dass die Lufthansa 20 Flüge gestrichen hat. Aber alles ging gut, natürlich nur bis zum Flughafen in Banjul. Dort fehlte ein Koffer und der andere bekam ein weißes Kreidekreuz. Das heißt, der Koffer muss geöffnet werden, da die Checker beim Durchleuchten was entdeckt haben. In diesem Koffer war ausschließlich Kreide und Stifte für bedürftige Schulen. Hefte möchte ich hier kaufen. Ok, dann endlich kam doch der 2. Koffer, als letzter, obwohl rot(!) ein Priority Band vom Berliner Flughafen dran war. Hat hier vielleicht eine andere Bedeutung. Die Fahrt zu meinen Krokodilen dauerte die 3-fache Zeit, da die Straßen nun noch mehr verstopft sind als sonst. Ein lieber Freund holte mich ab, da unser Fahrzeug seit 14 Tagen in der Werkstatt ist. Mit Kopfschmerzen, aber happy wurde ich von meiner Ersatzfamilie super herzlich begrüßt.

Das Auspacken wurde schlicht und ergreifend auf den nächsten Tag verschoben. Meinen Koffer, der immer in Kitty bleibt, hatte ich natürlich auch nicht. Leider ist dort unter anderem mein Duschzeug drin und eine warme Decke. Die Decke habe ich in meiner ersten Nacht vermisst. Vom Fluss kam eine kalte Brise und so zog ich mich 2 Uhr morgens um. Warme Socken, lange Hose, Schal und Mütze habe ich leider nicht dabei.

Heute Morgen musste ich nicht allein frühstücken. Fatou hat noch Gäste aus Belgien. Sie sind auf Vogelbeobachtungstour. Selbst ein Tarnzelt haben sie dabei. Auspacken war immer noch nicht dran, erst geht es in den Busch. Noch ist es kühl. Opa kommt erst am Abend. Heute ist sein Freitag. Natürlich musste ich auch meiner Lieblingsbrücke guten Morgen sagen. Die Cashews und Mangos blühen gerade. Im Juni kann geerntet werden. Meinen Abendrundgang wollte ich eigentlich auf der anderen Seite des Flusses tätigen. Leider findet da gerade Brandrodung statt. Wieder weniger Bäume für die Vögel, aber was sollen die Menschen tun? Die Lebensmittel sind sehr teuer und bei manchem geht der Monatslohn für einen Sack Reis drauf. Also wird der nächste Garten entstehen.

Eine Gruppe mit Kindern sieht mich und kommt über die Brücke gerannt. Sie begleiten mich zurück zu Fatou und jeder möchte mein Telefon.

Es ist 18 Uhr und ich höre die Stimme vom Chef. Somit hoffe ich, dass das Auto in Ordnung ist. Leider nein, er kam mit einem Freund, um mir das mitzuteilen. Eigentlich wollten wir heute den Plan für die nächsten Tage machen, aber beide hatten sich viel zu erzählen, da ist der Job Nebensache .

Ich kann leider online nur wenig machen. Die Verbindung ist permanent weg und wenn sie da ist, dann so schwach, dass eine Nachricht Minuten braucht, bis sie durch ist. Die Strahlung wird offensichtlich vom Busch geschluckt.

Der Anruf kommt. Unser Auto ist fertig. Hurra. Nun müssen wir irgendwie das Auto ran kriegen. Es ist bereits dunkel. Dann ist das Auto endlich in Kitty und da wird es auch bis morgen bleiben, denn der Tank ist leer. Mein Kopf auch. Also heute wird nichts mehr mit Plan besprechen. Ich hoffe nur, dass es nicht so weiter geht, dann ziehe ich ans Meer und mache Urlaub.......mit Empfang.

19. Februar

Auf Grund des schlechten Netzes hätte ich gestern eigentlich gar nicht posten können, aber es kam anders. 21.40 Uhr hat Opa an die Tür geklopft. Jemand hatte etwas Sprit aufgetrieben und so könnten wir ja jetzt den Plan machen. Eigentlich! Auf der Fahrt zu mir hörte Opa Geräusche am Auto. Er lokalisiert das rechte Hinterrad. Tatsache, es war glühend heiß. Buba aus der Werkstatt meinte, er hat alles richtig gemacht und weiß auch nicht was es bedeutet. Mein Vermieter sagte uns jetzt, dass es normal sei und weniger wird, wenn die getauschten Bremsbeläge sich einfahren??? Wir beschlossen den Tank voll zu machen und ich sprang mit Flatterhemd und pinken Socken ins Auto. In Brikama gibt es nämlich einen Funkmast. So konnte ich doch noch posten. 2 Tankstellen hatten geschlossen. 22.10 Uhr waren sie bisher immer offen. Wir erfuhren, dass wegen der enorm gestiegenen Überfälle auf Tankstellen nun eher Feierabend ist. Eine Dritte hatte auf, aber der arme Mann war definitiv der Nachtwächter. Wir mussten ablesen was zu bezahlen ist und unser Nummernschild (Teil der Quittung) wurde abgemalt. Das hat so lange gedauert, dass der Rest der Kundschaft ein Hupkonzert startete. Ich hoffte nur, dass keiner zu nah an unser Auto kommt, Thema pinke Socken und Flatterhemd . Alles ging gut. Nach gefühlt 30 Minuten und einem vollen Tank ging es zurück. Wieder im Busch folgte der Griff zum Reifen bzw. die Felge, es war soooo heiß, man konnte fast nicht anfassen. Also wurde doch kein längerfristiger Plan gemacht. Ich verkroch mich in mein Bett, um endlich weiterzulesen. Natürlich AFRIKA von Bartholomäus Grill.

„Ich schaute manchmal in Abgründe, die mich zutiefst pessimistisch stimmten. Und dennoch wirken die positiven Eindrücke und Erfahrungen stärker nach, die unerschütterliche Zuversicht, mit der afrikanische Menschen existentielle Krisen bewältigen, die uns Europäer in den Wahnsinn treiben würden, die Schönheit ihrer Kulturen, die Kraft der Versöhnung, der Gemeinsinn, das heitere Alltagsleben, das nicht in unser Bild vom leidenden, hungernden, verzweifelten Erdteil passen will.“

Ja, so ist es. Genau so.

Heute geht nur Kurzstrecke und genug Wasser zum Kühlen haben wir im Fahrzeug. Wenn es nicht besser wird, können wir mit diesem Auto definitiv nicht ins Hinterland. Inzwischen machen beide Hinterräder Geräusche.

Eins davon ist heiß. Wir fahren nach Brikama Geld tauschen und Schulhefte kaufen. Der Laden hat heute seinen Umsatzwachstumstag. 26 Cent pro Heft, wir kaufen 750 Hefte fürs erste. Dann geht es weiter nach Jamwelly Yallow. Ein Teil der Hefte, Kreide und Stifte für die Schule, für den tollen Schulgarten Hacken. Ich brauchte heute gute Eindrücke und die bekomme ich bei Cherno. Man, ist der Garten gepflegt. Die Tröpfchenbewässerung funktioniert hervorragend. Ich bin glücklich. Heute ist Samstag, die Schule ist geschlossen. Für die 120 Kinder haben wir Hefte dagelassen. Es war wie Weihnachten für sie, der Lehrer der Schule hatte auch den passenden Pullover zum Thema. Danach wollte ich eigentlich Saatgut kaufen, aber Umsatz schaffen für die lokalen Geschäfte hat Grenzen. 5g Bittertomatensamen 10 Euro. Lagerung bei max. 15 Grad. In dem Laden waren gefühlt 150 Grad. Verfallsdatum fehlte. Ich ging wieder. Vielleicht finde ich einen besseren Laden.

Am Straßenrand stehen tote Cashewbäume. Ich erfahre, dass ein unkontrolliertes Feuer übergriff. Cashews entflammen einfach. Für den Besitzer ein unglaublicher Schaden.

Zurück bei Fatou gab es frische Baobab-Samen. Ich liebe den Geschmack, ist wie Bonbonersatz, nur gesünder. Die Jungs haben sich ihren beliebten China Greentea zubereitet. Für ihn ist immer Zeit.

20. Februar

Wir wollten nun gestern Abend den Plan endlich machen und meinetwegen auch die ganze Nacht. Schlafen ist für mich unmöglich. Es ist Halligallizeit im Nachbardorf. Letzte Nacht konnte ich 4 Stunden schlafen, das wird diese Nacht nicht besser. Manno haben die eine Ausdauer. Die Trommler müssen doch doppelt so dicke Hände haben, wegen der Hornhaut. Stecker ziehen geht bei Trommeln leider schlecht und Stromausfall hilft auch nicht. Augen zu und durch, hilft nix. Tja, der Plan muss warten. Wir starteten zur nächsten "Fachwerkstatt" ums Eck. Die Klamotten der Jungs sind genauso schwarz wie ihre Haut, aber sie freuten sich als wir kamen. Der Chef vom Haus hatte eine dicke Schicht Schmierfett im Gesicht und kam unter dem Auto vor. Er meinte, das heiß werden ist normal bei neuen Bremsen, die Geräusche nicht. Er machte eine Probefahrt um zu hören, ob wir richtig hören.. Ja, er bestätigte, da ist was komisch. Ein netter Rastamann bockte das Auto auf und wechselte die neuen Bremsen zurück in unsere alten, die im Kofferraum rumkullerten. Tja, das Geräusch ist weg, die Hitze auch, aber nun macht das linke Rad Geräusche und wir haben es nun hell im Auto. Alle Lichter im Armaturenbrett leuchten. Oh Hilfe. Nix mit Plan. Die nächsten Tage ist Kurzstrecke angesagt und vielleicht eine andere Fachwerkstatt. Fatou hat wieder lecker gekocht, es schmeckt, mit Blick auf den Fluss, doppelt so lecker.

Es ist 8 Uhr und ich sitze mit duftendem Kaffee draußen. Mo sammelt Früchte für seine Schafe. Es ist egal, dass er dabei die Vögel verscheucht, er hat andere Sorgen und das verstehe ich. Die Mama des Hauses hat schon Palmenwedel für die neuen Besen vorbereitet. Fatou fegt das Gelände und das neue Baby schreit nach Milch. Ein ganz normaler Morgen. Ich liebe es.

Auf geht es zur Ananasfarm. Ich konnte bei meinem letzten Besuch viel lernen und wir müssen ja spontan Lücken füllen wegen der Kurzstrecke. Also weiter lernen. Dort angekommen riefen wir den gambischen Chef an, um uns Einlass zu gewähren und eine erneute Runde machen zu dürfen. Der junge Mann vom letzten Mal war sichtlich erfreut, denn auch er konnte damals lernen. Der Big Boss lehnte ab, wir hätten uns einen Termin geben lassen müssen. Auch unsere Erklärung, dass Termin schwierig ist wegen dem Zustand unseres Autos, interessierte ihn nicht. Ich sage mal nichts dazu.... Wir fuhren wieder. Geld verändert leider auch hier den Charakter der Menschen.

Das bunte Treiben auf den verstaubten Straßen ist nach wie vor identisch. Eselkarren, Fahrradfahrer, Buschtaxen und andere Taxen quälen sich durch die verstopften Straßen. Viele Taxifahrer sind auf der Suche nach Gästen und stehen am Straßenrand. Unsere Kurzstrecke wird permanent durch Polizeistopps unterbrochen. Der Sinn erschließt sich mir noch immer nicht. Tankstellen, Geschäfte, Wohnhäuser bräuchten Schutz durch die Polizei. Aber da ist niemand zu sehen. Gestern wurde einem Mann mit vorgehaltener Waffe das Geld abgeknöpft, welches er gerade von der Bank geholt hat. Polizei, Fehlanzeige...

Wir entschließen uns nach Kitty zu fahren. Da dürfen wir rein, der Chef sitzt ja am Steuer neben mir.

Die Kinder rennen uns hinterher und rufen meinen Namen. Sie hoffen ich komme mit Funos, (Luftballons). Der Besuch war aber nicht geplant und die Luftballons liegen noch im Zimmer.

Die beiden Gärten sind wie immer tadellos gepflegt und eine Augenweide. Es gibt schon wieder eine Warteliste. Immer mehr Familien möchten Beete anlegen.

Für heute steht nix mehr auf dem Plan. Ich werde Buchhaltung machen und der Chef(???), krachte sich auf mein Bett und fing in der nächsten Sekunde an zu schnarchen. Zum Glück habe ich draußen einen Tisch zum Arbeiten.

21. Februar

So, gestern sind wir nochmal nach Brikama gefahren, damit ich Funkempfang habe. Zwischen 2 Uhr und 5 Uhr früh, geht es auch am Fluss. Da schläft man in Gambia, außer ich. Das Nachbardorf „Halligalli“ ist zu laut. Ich hoffe einfach auf diese Nacht.

Unser Auto hält sich tapfer. Nichts wird heiß oder macht Geräusche. Endlich können wir planen, juchhu. Morgen könnte Start ins Hinterland sein. Könnte!!! Dem Boss fällt ein, dass sein Führerschein noch in der Werkstatt ist. Hier in der Region kein Problem, man kennt sich ja. Auf der Nordbank unser finanzieller Tod. Also Anruf beim Chef in der Werkstatt. Er meinte, dass heute geschlossen sei, er würde für uns aber hinfahren und ihn holen, dann müssten wir uns zur Übergabe nur irgendwo treffen. So weit, so gut. Opa rief ihn dann so gegen 16 Uhr an, ob alles geklappt hat. Jetzt aufpassen: er war in der Werkstatt, hat aber vergessen was er da wollte, kein Witz. Es ist zum Piepen. Also fahren wir morgen nach Kitty, um unseren Container aufzuräumen und Nachmittag in unseren Garten in Faraba Kairaba. Übermorgen wollen/ sollen/ dürfen ??? wir unsere Tour starten. Eventuell, vielleicht usw. usw.

Es ist 7 Uhr. Die Sonne geht auf und ich gehe in den Busch. Ich hoffe den Western Red Colobus Affen zu sehen. Sie haben einen rotbraunen Kopf und Arme. Im Gegensatz zu anderen Affen der Familie Colobus, deren Nasenlöcher V-förmig sind, hat der Red Colobus eine Knopfnase. Sie haben elegante lange Finger. Es war mir nicht vergönnt sie zu sehen, vielleicht an einem anderen Tag.

Wir fahren zum Container und ich gebe die Dinge zum Verteilen frei, die wir nicht mehr benötigen. Wir packen Gartengeräte für Faraba Kairaba ein und versuchen irgendwie, auf dem kleinen Dienstweg , an einen Führerschein zu kommen. Die Frauen am Straßenrand winken und ich kaufe Zwiebeln und Tomaten vom Garten in Kitty. Die Kinder kommen und freuen sich über ihren versprochenen Luftballon. Jetzt geht es zu Africel eine SIM-Karte tauschen. Geht nicht, das Internet ist alle. Also auf zum neuen Führerschein, geht nicht. Die verantwortliche Person ist gerade Beisitzer bei Gericht und es dauert länger, zurück zum Telefonanbieter, Internet ist da und mit ihm gefühlt 100 wartende Kunden. Man sagt uns, das wird heute nichts mehr. Zurück zum Führerschein und hurra der kleine Dienstweg hat geklappt. Morgen kann es auf die Reise ins Hinterland gehen. Wir werden schon erwartet.

Zurück bei Fatou begrüßt mich ihr Onkel und lädt mich auf Spagetti im Tappalappa (Weißbrot) ein. Ich lehne dankend ab denn Opa bereitet eine Kokosnuss zu.

14 Uhr war Start nach Faraba Kairaba. Dort angekommen fällt mir sofort ein, warum ich das alles mache. Glückliche Frauen, gepflegte Beete und eine Oase vor mir. Mir wird warm ums Herz. Die mitgebrachten Gartengeräte werden verteilt, aber zuvor gibt es ein Meeting, wie verteilt wird. Unser Garten-verantwortlicher Nfally wird von einer alten Frau um Hilfe gebeten. Ihre Bittertomaten sind krank. Ich erkläre was es ist und was sie jetzt machen muss und Nfally übersetzt. Die wenigsten Frauen dort verstehen englisch. Wir bekommen Papayas und Gurken. Die meisten haben wir dort gelassen, sie sollen sie verkaufen und nicht verschenken. Da sieht man wieder die Güte und Gastfreundschaft dieser netten Menschen. Nfally erzählt, dass sich die Lebenssituation deutlich verbessert hat. Die Menschen haben besseres Essen und bessere Kleidung. Die Stellung der Frauen ist ebenfalls gestiegen. Sie starten früh zum Garten, kochen und essen sogar dort und gehen manchmal erst abends wieder. Ein richtiger Job und das macht sie stolz. Auf dem Rückweg sehe ich zum ersten Mal Perlhühner in Gambia. Ich bin so verschwitzt und dreckig, dass der Fingersensor am Handy Error schreit. Nix geht mehr.

Zurück bei Fatou gibt es eine Kitty-Orangen-Erfrischung und kurz darauf Abendbrot. Ich bin gespannt, es riecht sehr lecker. Heute muss ich endlich mal schlafen Morgen geht es nach Kerr Mama, Kayal und Sutukoba auf der Nordbank und dann übers Wasser nach Sahadatou. Voraussichtlich werden wir erst nachts ankommen. Fest steht allerdings, es wird sehr, sehr heiß. Wir müssen viel Wasser einpacken, welches am Abend kochen wird.

22. Februar

Es ist 5.30 Uhr und ich habe erfolgreich mein T-Shirt mit Kaffee überkippt. Opa ist wieder sehr pünktlich und ich bin stolz auf ihn.

Die Straßenränder in Brikama sind voll mit Frauen, die ihre frischen Pflänzchen und Früchte an andere Marktfrauen verkaufen. In den jeweiligen Dörfern werden sie dann weiterverkauft. Ich möchte nicht wissen welchen Fußweg sie schon hinter sich haben. Am Ende werden 2-5 Euro verdient werden. Die Wiederver-käuferinnen haben aber so ein kleines Business.

Wir fahren Tanken und haben dieses Mal an den Reservekanister gedacht. Noch ist es kühl, (19 Grad). Überladene LKW's vor uns verhindern eine zügige Fahrt zur Fähre. Wir müssen über den Gambiafluss um auf die andere Seite zu gelangen.

Im Auto stinkt es nach Sprit, sicher befindet sich der Diesel auch außen am Kanister.

Wir kommen gut durch und erreichen die Hauptstadt nach einer Stunde. Am Hafen dürfen wir den Hintereingang nutzen. Kein Anstehen zwischen stinkenden Trucks, die bei uns längst auf dem Schrottplatz wären. Im Hafengelände bin ich freudig überrascht. Es sind alle 3 Fähren im Einsatz, kein Gedränge wie sonst immer. Super Das erste Mal darf ich erleben, dass mehr als eine Fähre im Einsatz ist. Hurra. Nun muss nur noch eine kommen.

8 Uhr ist sie da. Überladene Autos mit Tierfutter, Busse und Autos mit Feuerholz verlassen die Fähre. Feuerholz, weil nun fast alles abgeholzt ist. Der Wald in Kitty existiert nicht mehr. Für Holzkohle zum Kochen fehlt das Geld. Aber womit nun kochen? Bald ist Ramadan, der wichtigste Monat für die Moslems. Es wird viel Feuerholz benötigt. Holzsparöfen müssen her, die 3 Steine Kochstelle muss weg. Viel zu viel Energie wird verballert und geht nicht in den Kochtopf.

Die Passagiere, die zu Fuß auf die Fähre möchten, müssen hinter dem Tor warten. Erst kommen die Autos drauf, zu groß ist die Gefahr, dass die Menschen im Gedränge überrollt werden. 8.15 legen wir ab.

Jetzt geht es erst mal in Barra zum Frühstück. Wir finden keinen Parkplatz, doch dann ruft Jemand nach uns. Der Ordnungshüter kennt natürlich Opa und erinnert sich an mich. So dürfen wir im Parkverbot stehen, um Essen zu kaufen. Es gibt wie immer in Barra frische Ziege von mir dekoriert mit Zwiebeln und Tomaten aus Kitty und Gurken aus Faraba Kairaba (die ich selbstverständlich bezahlt hatte).  Gegessen wird natürlich mit den Fingern. Es geht weiter.

Kühe abgemagert bis auf die Knochen kreuzen unseren Weg. Weit und breit ausgedörrte Erde, soweit das Auge reicht. Wir folgen einer Kutsche, um den Weg nach Kayal zu finden. Unser Kontaktmann hat ein kaputtes Bein und kann uns nicht auf der Straße abholen. Im Busch sieht alles gleich aus. Schilder gibt es nicht, aber wir landen dann ohne Umweg. Opa wird zur Ankunft frisches Brunnenwasser gereicht. Ein kurzer Schwatz im Dorf. Man ist so glücklich. Dank Hand in Hand hat das Dorf Wasser und einen Frauengarten. Keine aufgescheuerten Hände, vom Wasser holen aus 20 m Tiefe, mehr. Ich besuche die Toilette und auf zur Oase.

Der Garten ist gepflegt, doch fast überall Zwiebeln. So mache ich eine kleine Schulung über Fruchtwechsel. Opa übersetzt. Hier wird Wolof gesprochen. Weiter geht ins Nachbardorf Kerr Mama. Die Schule ist nach einem Unwetter zerstört gewesen. Jetzt ist alles wieder neu, nur die Bibliothek fehlt noch. Die Kinder bekommen Stifte, Hefte und Kreide. Der Schulgarten ist super gepflegt. Immer 4 Schüler müssen sich um ein Beet kümmern. Das klappt super.

Es geht weiter nach Sutukoba. Es werden immer mehr Reisfelder in diesem Dorf am Gambia Fluss und ich freue mich sie zu sehen. Es sind inzwischen 43 Grad. Die Straße spiegelt vor Hitze. Ich fühle mich wie auf der Route 66. Nur Straße und wir. Manchmal sehen wir ein Auto, aber selten. Dann erreichen wir Farafenni.

Farafenni ist ein wichtiger Marktplatz für die Region und im Westen des Ortes liegt das Farafenni General Hospital. Es ist ein Haupt-Krankenhaus für die Division und sichert die Gesundheitsversorgung bis ins nördliche Nachbarland Senegal.

Den Fahrer halte ich mit deutscher Stolle, serviert auf einer Frisbee-Scheibe, bei Laune. Teller gibt es nicht. Die Fahrt schlaucht. Riesige Baobab Bäume stehen am Weg und scheinen uns zuzuwinken.

16 Uhr erreichen wir Sutukoba. Die Reisfelder warten auf mehr Wasser. Gerade werden die Steine für neue Kanäle hergestellt, bei Temperaturen von 43°. Der Garten ist bestens gepflegt, habe ich nicht anders erwartet. Wir bleiben nicht lange und machen uns auf nach Sahadatou, auf der anderen Seite des Flusses.

Bisher sind wir gut durchgekommen. Hoffentlich bleibt es so.

23. Februar

Wir kommen super weiter. Die neue Brücke über den Fluss ist ein Segen. Kein Warten auf die Fähre mehr. Wir quälen uns durch Basse. Die Hauptstadt Banjul ist 396 km (Straße) von Basse entfernt und gilt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt im östlichen Landesteil. Die Handys kochen und wir mit ihnen. Sehr praktisch, so bleibt der Staub doch gleich besser kleben. Und mich erwartet keine Dusche, sondern ein heißes Dorf ohne Wasser und Strom. Dafür gibt es in unserem Garten endlich Wasser. Das ist wichtiger.

In Sahadatou werden wir mit Domoda empfangen. Ich ging mir erst einen Eimer Wasser über den Körper kippen, dann haben wir gegessen. Ich bin so kaputt, dass ich aufs Bett kippe. Die Hitze schlaucht und wir sind seit 15 Stunden auf den Beinen. Draußen kreischen die Kinder und die Männer trinken Tee mit viiiiel Zucker. Ich starre an die Decke und sehe den Schaden der letzten Regenzeit. Außerdem wandern in der Decke Tiere herum, ich höre sie tippeln. Das ist nicht neu für mich und völlig normal. Solange sie da oben bleiben. Mir läuft der Schweiß den Nacken herunter, das Bett ist schon nass. Na gut, dann gibt es nachher Verdunstungskälte. Hoffentlich! Ich versuche etwas zu schlafen, aber draußen klagt ein Esel sein Leid. Den Kerl kenne ich schon vom letzten Mal.

Irgendwie und irgendwann schlafe ich ein, um am nächsten Morgen darauf zu warten, dass es hell wird. Ab in die Dusche und das kühle Nass genießen. Der Hausherr ist schon wach und macht heißes Wasser. Kaffee. Hurra. Ich lebe wieder.  Ich darf noch immer nicht in den Garten, aber ich bin so neugierig. Er ist vor einem Monat eröffnet worden. Ich kenne die 5 ha nur als Wüste.

Ich sitze mit meinem Kaffee draußen. Die Ziegen freuen sich über den Rest Reis von gestern, der Hahn kräht und mein Brüllesel zieht vorbei. Die Nacht ist vergessen und ich erfreue mich an dem was kommt. Wie gestern, bleiben die Männer unter sich. Keine Spur von Opa. Ich entscheide mich für einen Spaziergang. Noch ist es herrlich kühl. 28 Grad. Die Frauen winken mir zu. Und dann stehe ich vor dem Garten. Ist der riesig. Noch ist kein Beet zu sehen, da der Tower für die Wassertanks einen Sturmschaden hatte. Wir konnten die Tanks nicht mit Wasser füllen, unter dem Gewicht wäre er zusammengebrochen.

Alex ruft nach mir, es gibt Frühstück, Luxusfrühstück. Rindfleisch mit Tappalappa (Brot) und meinen 2. Kaffee. Gegessen wird mit der linken Hand, das fällt mir schwer. Dann startet das Meeting im Garten und die Frauen erzählen über ihr jetziges Glück. Sie haben noch nie so sauberes Wasser zum Trinken gehabt und bald wird hier eine Oase sein. Sie beten und können es noch immer nicht fassen.

Wir fahren weiter. Ich möchte mir die neue Riverside Lodge ansehen. Wir haben uns vor 2 Tagen angemeldet. Sie liegt zwischen Sahadatou und Kolior. Morgen wollen wir in unseren Garten nach Kolior, so bot sich die Chance nahezu an. Niemand ist da um uns ins Zimmer zu lassen. Die Lodge befindet sich im Aufbau, aber das wird sicher ein schöner Platz. Ich habe dem Chef eine Stunde gegeben, ist er dann nicht da, geht es zu einer anderen Lodge. Nützt nix. Business ist Business, das muss auch er verstehen.

Ich hatte mich auf ein paar Stunden Erholung gefreut, nun starten wir erneut. Leider. Dafür haben wir dann morgen " Kurzstrecke".

Wir pausieren in Soma. Wir können beide nicht mehr sitzen. Opa schließt die Fenster vom Auto und geht mit Schlüssel einen Freund suchen. Es dauert Sekunden, dann rinnt der Schweiß bei mir. Ich steige dann doch lieber aus, sonst verglühe ich. Nach 30 Minuten Pause geht es dann weiter. Hoffentlich kommen wir irgendwo, irgendwann an.

24. Februar

Spontan sind wir nach Kolior gefahren, nachdem wir ja kein Zimmer hatten. Auch dieser Garten ein voller Erfolg und für die Menschen eine große Hilfe. Sie wußten nicht das wir kommen und haben sich riesig gefreut.

Die nächste Spontanidee, auf zum Bintang Fluss. Da stehen 2 Lodgen, die sicher Zimmer frei haben. Und so war es auch. Der Fluss brachte eine kühle Brise. Wie wohltuend nach der Hitze. Die nächste Freude, zum Dinner gibt es Shrimps. Juchu, ich habe Urlaub. Nach dem Abendessen sitze ich vor der Hütte und genieße die unterschiedlichsten Geräusche der Nacht. Unzählige Flughunde, Fische die aus dem Wasser springen, Grillen die zirpen, Kinderlachen aus dem Dorf und einen Esel. Später hüpfe ich unter mein Moskitonetz, obwohl hier keine Mücken sind und höre das Wasser unter mir plätschern. Man kann durch die Fußbodenbretter aufs Wasser gucken. Die Öffnungen sind schmal, ein Krokodil passt zum Glück nicht durch und Wasserschlangen haben kein Bedürfnis in eine Bude zu krabbeln. Ich bin sicher.

Ich höre Opa irgendwo telefonieren. Er telefoniert gefühlt eigentlich immer.

Mit Stirnlampe lese ich noch etwas im bequemen Bett und schlafe schnell ein. In der Nacht muss ich Wollsocken und eine lange Hose anziehen. Ich friere . Dafür konnte ich danach wieder super schlafen...

Die Sonne geht auf und ich sitze vor der Hütte, die Veranda ist direkt über dem Wasser. Die Dächer der Hütten sind mit Elefantengras gedeckt und passen somit optisch wunderschön in die Landschaft. Ein kleiner Junge paddelt in den Sonnenaufgang. Er sucht in den Mangroven nach Krabben. Er will seiner Familie helfen. Beim Frühstück treffe ich auf Christian, er hält hier Workshops ab und dreht Filme. Gambia ist klein  Nach dem Frühstück starten wir. An der Straße kaufen wir noch Holzkohle. Der Verkäufer freut sich über die Einnahmen und Opa über das schwarze Gold für den bevorstehenden Monat Ramadan.

Ich genieße es Beifahrer zu sein. Als Opa noch keinen Führerschein hatte, musste ich fahren. Erinnerungen kommen zurück. Damals gab es in ganz Gambia eine Ampel. Genau an der Ampel stand ich. Sie war immer „rot“, grün war sicher alle . Alle fuhren, ich nach einigem Warten auch. Ich vermute, da meine Hautfarbe weiß ist, wurde ich von einer Polizistin rausgetrillert. Die Landsleute rauszurufen hat keinen Sinn. Strafe zu zahlen ist vielen nicht möglich und natürlich wusste sie, dass die Ampel defekt war. Ich sei bei „rot“ über die Ampel gefahren, das dürfe man in Gambia nicht. Naja, es gab eine lange, freundliche Unterhaltung und dann ging es weiter. Vor dem Stopp zierten Armreifen meinen Arm.

Unterwegs kaufen wir 2 Bitternüsse für Opas Magen und Cashew von den Straßenverkäufern. Eine Frau verkauft Garry, ein Pulver aus Cassavaknollen (Manjok). Das Pulver quillt im Wasser und wird zu Brei. Dieser wird dann mit Zucker gegessen.

Kaum zurück in der Zivilisation stehen wir im Stau. Deshalb liebe ich die Nordbank, kein Stau, da nur wenig Autos und keine Touristen auf den Strassen sind. Aber dafür Hitze. Unterwegs treffe ich Freunde aus Deutschland. Wir stoppen spontan an einer Tankstelle und begrüßen uns herzlich.

Wir nutzen die Gelegenheit und füllen den Tank. Der Liter kostet einen Euro. Wahnsinn.

Und natürlich treffen wir einen Kankurang. Das ist eine Art Eingeweihter, der vollständig mit Baumrinden, Pflanzenfasern und Blättern verkleidet ist. Unserer ist rot. Er leitet die Initiationsriten, die mit Beschneidungszeremonien der Jungen verbunden sind. Die rituelle Auswahl und Ausstattung des Eingeweihten, erfolgt durch die Ältesten. Er zieht sich mit den jungen Weihekandidaten in den Wald zurück. Es gibt Nachtwachen und Prozessionen, begleitet von ehemaligen Eingeweihten und Dorfbewohnern, die Tänze und Lieder aufführen. Zwischen seinen Darstellungen führt er – mit gellenden Schreien – Macheten schwingende Tänze auf, deren Rhythmus von seinen Begleitern mit Trommeln unterstützt wird.

Der Kankurang sorgt für Ordnung und Gerechtigkeit und vertreibt böse Geister. Auch sorgt er für die Weitergabe und Vermittlung einer komplexen Sammlung von Know-how und Praktiken, welche die kulturelle Identität der Mandinka untermauern. Die Jungen lernen die Verhaltensregeln für die Ordnung ihrer Gemeinschaft einzuhalten und sie lernen die Geheimnisse der Pflanzen und ihres medizinischen Wertes sowie Jagdtechniken kennen. Allerdings ist die Ausübung ihrer Tradition aufgrund des Verschwindens heiliger Wälder auf dem Rückzug. Infolgedessen verliert das Ritual an Wert und Ansehen.

Zurück an meinem Fluss starte ich nach einem Kaffee zur Vogeltour. Opa will und darf nicht mit. Seine Telefoniererei würde alle Vögel verscheuchen. Wenn ich im Busch nach Vögeln Ausschau halte, ist es wie suchen ohne Pilze. Das ist pure Erholung für mich.

Fatou hatte uns erst morgen erwartet. So ist Resteressen angesagt und es war wie immer lecker. Opa ist in Kitty und freut sich auf seinen Freitagmorgen. Für mich wird es Wasch- und Wandertag.

25. Februar

Es ist Freitag und der Chef hat frei, somit ich auch. Die Nacht war kühl, ohne Eselrufe und wie immer stockdunkel. Hier kann man wirklich die Hand vor die Augen nehmen und sie ist nicht zu sehen. Geweckt werde ich bei Sonnenaufgang durch die Vögel. Bevor gewaschen wird geht es raus in die Natur. Die beste Zeit dafür. Die reparierte Eingangspforte fällt mir aufs Bein und hinterlässt eine blutige Wunde. Ich hatte extra mein gesamtes Werkzeug verschenkt. Säge, Zange, Hammer, Schrauben und Nägel. Das Werkzeug ist seit 6 Jahren in der Vereinskiste und ich habe es nie gebraucht. Der Ballast muss weg. Hier hat es irgendwie nicht geholfen. Die Tür ist nach wie vor kaputt, obwohl 2 Tage daran geschraubt und gehämmert wurde.

Ich schlage mich durch den Busch. Die Schwammgurken (Luffa) baumeln von den Bäumen, dass man denken könnte, es sind ihre Früchte. Der Eukalyptus blüht gerade. Die Mangos sehen aus wie unten abrasiert, aber das waren die Ziegen. Sie stehen auf 2 Beinen am Baum, um an die saftigen Blätter zu kommen. Ich setze mich an den Straßenrand und warte auf die Red Colobus. Es macht allerdings wenig Sinn, denn jedes vorbeikommende Auto hupt. Also zurück in den Busch. Ich komme an einem Wohnhof vorbei und ein kleiner Junge schreit als er mich sieht. Das passiert öfter, die helle Haut ist fremd. Wenn ich mich nach einiger Zeit umschaue, stehen die Kinder auf dem Weg, in sicherer Entfernung vom Toubab (Weißer). Ein Mann macht ein Foto von mir und bittet um meine Telefonnummer, um es mir zu schicken. Zum Glück hat mich der Chef von Anfang an gewarnt meine Nummer weiterzugeben. So bleibe ich ohne Foto und er ohne Nummer. Einmal hatte ich meine Nummer einer Bekannten gegeben. Am selben Tag bekam ich einen Anruf von ihrem Bruder. Er wolle sich mit mir treffen. Es wird keine Chance ausgelassen Bekanntschaften zu schließen. Die Hoffnung auf eine baldige Heirat und damit einer Reise sind zu groß. Ich verstehe, dass sie aus ihrer misslichen Lage raus wollen, aber ich möchte ihnen nur in ihrer Heimat helfen. Sie sollen hier eine Chance bekommen ihre Familien zu versorgen. Nun können wir das natürlich nicht für alle leisten, wie auch, aber es ist auch keine Lösung nach Europa zu kommen, um dann dort arbeitslos zu sein. Ich kenne nun doch Einige, die geflüchtet sind. Einer hat es mit viel Fleiß geschafft sich etwas aufzubauen. Die anderen sitzen nun in Europa und die Familien warten seit Jahren auf die versprochene Unterstützung.

Zurück bei Fatou sind alle am Arbeiten. Gemüse wird geputzt, totes Laub zusammen geharkt, Wasser geholt. Jeder hat seine Aufgabe. Mein Frühstück steht abholbereit in der Küche.

Mo kommt vorbei und redet Mandinka. Ich verstehe nicht mal die Hälfte und er schimpft, dass ich so viel vergessen habe. Ich bat ihn, erneut mein Lehrer zu sein. Er meinte, aber diesmal nur mit Stock. Schläge würden dazu beitragen, dass man besser lernt. Leider werden die Kinder in einigen Schulen noch immer geschlagen. Ich lehne jedenfalls den Unterricht mit Stock dankend ab.

Es kommen schlechte Nachrichten aus Sahadatou. Die Wasserbecken verlieren Wasser. Ein Telefonat mit dem Baumeister und die Vermutung wird bestätigt. Er hatte nicht mehr genug Zement. Da wir schon einmal nachkaufen mussten, da seine Kalkulation falsch war, wollte er nicht noch einmal fragen. Er vertraute auf Gott. Er hat nicht berücksichtigt, dass wir wegen der schlechten Sandqualität in dieser Region mehr Zement brauchen. Gott hat es nicht gerichtet, nun muss er es tun. Er will nach dem Wochenende die lange Reise antreten. Auf den Schreck bereite ich mir einen Artemisiatee mit Honig zu. Gewaschen habe ich immer noch nicht.

Nach der Kalkulation des anstehenden, neuen Projektes, erledige ich nun endlich die Wäsche, danach ging es erneut in den Busch. Ich versuche stets neue Wege zu gehen, um auch nichts zu verpassen. Plötzlich sah ich, dass ein Kalb in einem Tümpel feststeckt. Ach Du Schreck und es rief förmlich nach Hilfe. Erst habe ich versucht mit Ästen irgendwie Stabilität unter die Hufe zu bekommen, realisierte aber schnell, dass das Tier schon total entkräftet war. Ich rief Opa an und bat darum Hilfe zu schicken. 15 Minuten später waren 2 Männer da und haben das Kalb an den Vorderläufen rausgezogen. Die ganze Zeit habe ich bei ihm in der prallen Sonne gesessen und Mut gemacht. Auf Englisch natürlich, sonst hätte es ja nichts verstanden. Ich habe mich so hingesetzt, dass das Tier Schatten bekam. Der Besitzer wäre dankbar, wenn er es denn wüsste. Das Kalb torkelte erst, um dann flinken Hufes im Busch zu verschwinden. Ich konnte weiter und freute mich auf eine neue Route. Immer wieder kamen Strecken, die total abgeholzt waren. Wieder weniger Lebensraum für die Vögel. Nach ca. 3 km sah ich am Ende des Weges blau blühende Blumen. Ich ging näher heran, um sie zu fotografieren. Upps, da waren nicht nur blaue Blüten, sondern ein dickes Süßwasserkrokodil, direkt vor mir. Der Weg endete am Wasser. Das Krokodil drehte sich nicht mal um. Aber ich, gaaanz langsam. Auf dem Rückweg buddelte eine Frau etwas aus dem Boden. Mit Zeichensprache und ein paar Vokabeln, die ich verstand, erzählte sie, dass sie eine Wurzel braucht, ihr Mann sei krank. Es ist schon erstaunlich wie reichhaltig die Naturapotheke ist. Den Namen der Pflanze habe ich leider nicht verstanden. Ein wunderschöner Tag geht mit einem leckeren Abendbrot von Fatou zu Ende.

26. Februar

Die Nacht war erholsam und Fatou ihre kleine Lodge füllte sich. Vogelbeobachter gehen ein und aus. Wieder ein anderes Paar aus Belgien will die Vogelwelt am Fluss erkunden. Früh um 6 Uhr starten sie. Der Sonnenaufgang ist die beste Zeit. Der gambische Birdwatcher freut sich, dass sich sein Auftragsbuch füllt. Es kommen immer mehr Gäste, die sich nicht vor einer Reise scheuen.

Der Wecktrupp ist auch da. Das Spiegeln der Fensterscheiben lockt die Glanzstare an, die sich darin betrachten und auf das Glas picken. Ich starte zum Morgenspaziergang. Die Pelikane drehen ihre Runden. Es ist alles so friedlich. In keinem Wasserloch steckt eine Kuh, die Welt ist für mich in Ordnung. Als ich zurück war, kam Fatou mit dem Frühstück. Es gibt wie immer Ei, Tappalappa, Butter, Honig, Banane und Schokocreme. Und das Wichtigste: Kaffee.

Heute ist ein trauriger Tag für mich. Yaya verlässt Gambia in Richtung Katar. Wir haben ihm eine Ausbildung zum Hotelfachmann finanziert, damit er, als ältester Sohn, die Familie unterstützen kann. Er fand auch schnell einen Job im Tamala Hotel. Vor 2 Jahren habe ich ihn dort besucht und mit seinem Chef gesprochen. Er war voll des Lobes über den fleißigen Kellner. Dank Corona und der Schließung vieler Hotels, verlor er seinen Job. Das ist die Crux mit der Ausbildung. Haben sie eine, verlassen sie das Land. Es fehlen schlicht und ergreifend Arbeitsplätze. Nun verlässt wieder ein gut ausgebildeter junger Mann und guter Freund das Land. Werde ich ihn je wiedersehen??? Selbst Menschen mit einem Job wollen nur noch weg. Sie sehen und vergleichen die Löhne in Gambia und der USA. Hier bekommen sie gerade einen Sack Reis für ihren Monatslohn. Sie können sich nicht einmal ein Fahrrad leisten und die US Boys kaufen ein Auto nach dem anderen. Ich möchte keine Ausbildung mehr finanzieren. Dear Präsident, tu endlich etwas für Deine Leute, anstatt eine Villa nach der anderen zu bauen und in der Welt herumzufliegen. Sie haben viel versprochen!! Halten Sie wenigstens ein paar Versprechen. Die Gambier brauchen einen Präsidenten, der ihnen hilft hier leben zu können....

Wir sind auf dem Weg nach Bakau. Ich möchte mein Lieblingsrestaurant besuchen. Ein Muss bei jedem Aufenthalt. Das ist Urlaub. Herrlich.

Ich sehe Rechtschreibfehler in meinen Texten. Da ich oft im Auto schreibe ruckelt es und die Sonne blendet. Sorry, Sorry, Sorry,

Auf dem Weg zum Restaurant kaufe ich Medizin. Opas Stimme ist fast weg, die Nachwehen der Nordbank. Es hält ihn aber durchaus nicht davon ab ins Telefon zu krächzen, selbst im Lokal.

Ich genieße den Strand, endlich bin ich kurz am Meer, das erste Mal, seit ich gelandet bin.

Am Straßenrand wird Erdnussstroh in Säcken verkauft. Es ist Futter für Ziegen und Schafe. Wenn die Brandrodung so weiter geht, wird bald kein Tier mehr Futter finden. In der Trockenzeit müssen die Tiere auf dem Land ihr Futter selber suchen. In der Stadt müssen sie gefüttert werden.

Wir halten noch in unserer Fachwerkstatt, Buba bekommt noch Geld. Er arbeitet sehr hart und hat nun so viele Kunden, dass er es nicht mehr schafft. Einen Terminkalender einzuführen, schlug fehl. Er kann nicht lesen und schreiben.

Zu viel Urlaub scheint mir nicht vergönnt. Das Fahrzeug für den Zement zur Ausbesserung der Wasserbecken in Sahadatou steht bereit. Also ist Zementshoppen angesagt. Zum Glück ist der Preis nicht gestiegen. Der Sand wird dann vor Ort gekauft.

Die Halligalliblechdachgruppe vom letzten Jahr ist weg, dafür hat sich ein spotted Gecko eingenistet. Die heißen bei mir alle Charlie. Er kann auch gut Krach machen. Die Menschen hier erzählen, dass er getötet werden muss, da er giftig ist. Er würde ins Essen spucken und daran sterben dann die Leute. Ich hatte zu Hause recherchiert und es gibt kein Gift an oder im Gecko. Trotzdem bleiben sie natürlich dabei. Wenn sie nur die Tiere am Leben ließen. Zurück am Fluss starte ich ohne Pause zum Spaziergang in den Sonnenuntergang. Danach gehe ich zu Charlie, um an meinem Buch weiterzuarbeiten.

27. Februar

Charlie ist ein fauler Sack. Wenn er schon mal da ist und Krach macht, könnte er auch Mücken fangen. Es war nur eine, aber die hat mich 30 Minuten in Schach gehalten. Sie hat es nicht überlebt. Sorry.

Die Nacht war eh kurz, im Nachbardorf gibt es mal wieder etwas zu Feiern. Zum Glück ist heute Schontag. Es geht am Mittag zum Strand, Meeresluft schnuppern und meinen " Bruder " treffen. Seit wir uns kennen nennt er mich seine Schwester. Ist doch gut, einer weniger der Heiraten will. Bakari ist einer der fleißigsten Männer, die ich in Gambia kennengelernt habe. Und ich kenne inzwischen einige. Buba muss ich inzwischen nummerieren. Buba1 bis Buba 7. Selbst Nachnamen wiederholen sich hier ständig. Mit Nummern geht es ganz gut.

Nach dem Kaffee geht es los. Immer der aufgehenden Sonne entgegen. Die Seerosen öffnen ihre Blüten im Wasserloch und die Papageien schmusen im Baum. Der Termitenhügel sieht aus als würde er den Stinkefinger zeigen. Vielleicht meint er diesen unsäglichen Krieg, den niemand braucht. Fatou wartet am Straßenrand auf eine kostenlose Mitfahrgelegenheit. Jeder der einen Platz frei hat nimmt die Wartenden mit. Sie fährt zum Markt Lebensmittel kaufen. Die Einkaufstasche ist ein Eimer mit Deckel. Er lässt sich gut auf dem Kopf tragen, wenn er voll ist. Die vorbeikommenden Mopeds sind voll beladen mit Holzkohle. Sie wird auf dem Markt verkauft, um wieder ein paar Dalasi in der Tasche zu haben.

Da Fatou unterwegs ist, bereite ich mein Frühstück selber zu. Ist ja nicht schwer. Brot, Butter, Schokocreme und KEIN Ei. Kaum hatte ich ein Bissen im Mund kommt ihre Tochter Penda angerannt und meinte ich hätte die Eier vergessen. Sie hat mir Omelett gemacht.

Opa wird erst Mittag kommen. Er hat Yaya in der Nacht zum Flughafen gebracht, nachdem ich nach langer Suche ein paar Euro in Dollar tauschen konnte. Yaya kann ja mit der gambischen Währung in Katar nichts anfangen. Er hatte eh nur umgerechnet 5 Euro zum Mitnehmen. Er geht, um Geld für seine Familie verdienen zu können. Er will arbeiten und ich bin froh, dass er nicht die Fluchtroute nach Europa eingeschlagen hat. Auch wenn es viele unserer Landsleute nicht gerne hören. Viele Flüchtlinge von hier wollen auch "nur" Geld für ihre Familien verdienen und nehmen die Gefahr nicht auf sich, weil sie ein neues I Phone brauchen. Ein Flüchtling wird jetzt heiraten. Seine gambische Zukünftige hat er im Internet kennengelernt. Sie wird zu seiner Mutter ziehen und für sie kochen und waschen. Wann sie ihren Ehemann in spe mal treffen wird ist unklar. Es gibt inzwischen viele solcher Ehen. Arrangiert von der ältesten Schwester. Es kann durchaus vorkommen, dass die Gambier bereits eine Europäerin geheiratet haben, die nichts davon mitbekommt. 4 Ehefrauen sind ja erlaubt.. Es ist und bleibt eine andere Welt, sie zu verstehen wird nie vollkommen gelingen.

12 Uhr kommt der Anruf der Reifen am Auto verliert Luft. Mich wundert nix mehr und so starten wir erst 13 Uhr zu meinem Bruder. Die Freude war auf beiden Seiten riesig. Er hatte eine Überraschung für uns. Das Vereinslogo schmückt nun seine Wand, ein gambischer Künstler hat es gemalt. Wie immer, sein kleines Restaurant ist gepflegt. Auf jedem Tisch stehen frische Blumen. Einige Gäste sind da und nutzen die neuen Sonnenbetten, weit weg von der Fischfabrik. Danach geht es zu Bettina, sie lebt in Gambia und wir haben uns 3 Jahre nicht gesehen. Sie lebt echt im Dschungel, der nicht nur Vorteile bringt. Speikobra, grüne Mamba und eine Puffotter wollten auch sehen wo sie wohnt. Auf diesen Besuch kann man wahrlich verzichten. Ihre Cashews sind bald reif und wir verabreden uns erneut für nächste Woche. Auf der Heimfahrt kommt noch ein Fahrzeug mit frischem Fisch in Körben vorbei. Die Eisblocks schmelzen bereits. Der Fang wird morgen auf dem Markt verkauft. Der Fisch bleibt frisch, besonders jetzt. Ich brauche inzwischen 3 Decken, da es kalt wird in der Nacht.

Fatou wartete bereits mit dem Abendbrot.

28. Februar

Ein neuer Tag mit Ei zum Frühstück, aber kein Spaziergang. Eigentlich war Paddeln geplant. Neue Birdwatcher sind da und sie wollen mit dem Boot rausfahren, also trete ich zurück und geh morgen paddeln. Danach ist Abreise in Richtung Urlaub und Strand.

Opa kommt und wir starten nach Rumba zu unserer Schule. Das war der teuerste Bau bisher, dafür ist sie aber auch schön geworden. Die Freude war riesig und für mich ist es schön zu sehen, dass alles noch funktioniert und die Kinder dankbar sind, frisches Trinkwasser zu haben. 82 Kinder werden in 2 Schichten unterrichtet. Wir kamen mit Stiften, Kreide und 280 Schulheften. Die Schulleiterin bestätigte, dass manche Kinder kein Heft besitzen. Das Geld fehlt.?

Dann ging es zum Markt. Ich kaufte privat für mehrere Familien Zwiebeln, Öl, Reis und Zucker. Die Preise sind wahnsinnig gestiegen. Die Qualität vom Reis gesunken. Wir lassen uns eine Probe zeigen, um nicht die Katze im Sack zu kaufen. Opa hat mir noch Nana gekauft. Eine ganz leckere Minze. Sie wurde zu Hause gleich zum Tee. und Charlie hatte Ausgang und erkundete die Umgebung.

Dann startete ich endlich in Richtung Busch. Meine täglichen 10 km muss ich noch schaffen. Wieder eine andere Richtung, wieder andere Menschen treffen und schwatzen. So traf ich einen Mann mit Machete, der auf dem Weg in den Garten seiner Frau war. Er wollte ihr helfen. Der Boden wird gerade für Okra vorbereitet. Er arbeitet als Soldat beim Präsidenten, ist aber auch unglücklich, dass sein Chef nichts für die armen Menschen macht. Er zeigt auf den defekten Zaun. Wasser ist dieses Mal kein Problem, denn der Garten ist am feuchten Flussufer. Ich bin schon 3 Stunden unterwegs und der Muezzin ruft, also ist es 16.45 Uhr. Ich muss an den Heimweg denken. Im Dunkeln will ich nicht durch den Busch stampfen. Nach mehreren, netten Unterhaltungen war ich in der Dämmerung zurück und es gab Spagetti mit Rindfleisch. Tschüss Busch, Tschüss bunte Vogelwelt, willkommen Strand ich komme.

1.März 2022

Auf Wiedersehen sagen per Paddelboot ist ein Traum. Stille, einfach nur Natur und die Klänge der Vögel hören. ...Der German Bird lugt durch den Busch. Er hat die Farben unserer Flagge, deshalb wurde er umgetauft. Ein Mahagoniebaum steht noch. Von den Größten sieht man nur noch die Stummel. Yaya Jammehs Reislager am Fluss verfällt langsam. Die Bienenesser leuchten in ihren schönsten Farben. Der Kingfischer hat sein Frühstück gefangen. 90 Minuten Natur pur. Ich liebe es.

Fatou kommt vom Einkauf und teilt mir mit, dass es heute gekochtes Ei zum Frühstück gibt. Abwechslung

Wir verabschieden uns und fahren ans Meer. Einpacken, Auspacken. Ich finde Dinge, die ich schon eine Woche gesucht habe. Herrlich. Die Lodge ist traumhaft schön und mit viel Liebe eingerichtet.

Nach einem langen Strandspaziergang gab es bei meinem Bruder Fisch & Chips.

Nun werde ich mit Wollsocken und Meeresrauschen einschlafen und morgen mit Blick aufs Meer aufwachen. Ich bin für alles entschädigt.

2. März

Goodbye, Gambia. Meine 23. Reise in dieses Land geht zu Ende. Erstaunlicher Weise war ich innerhalb 5 Minuten meine Koffer los und sitze nun entspannt im Restaurant und genieße die letzten Sonnenstrahlen. Was für ein Resümee ziehe ich jetzt? Gambia hat sich verändert, die Preise sind gestiegen und die Menschen haben es immer schwerer ihren Alltag zu bewältigen. Ich finde auch, dass die Korruption zugenommen hat, dabei sollte es doch mit dem " neuen " Präsidenten alles besser werden.? Klar, er kann nicht zaubern, aber es ist einfach ein Unding, dass selbst Behörden mehr abkassieren, als auf der Quittung steht. Äußert man sich dazu, bekommt man halt nicht, was man dringend benötigt.

Die Straßen sind nur selten als solche zu bezeichnen und die Anzahl der Autos sind gestiegen. Oft echte Schrottkarren, die stinkend von A nach B wollen. Haben wir mehrere Erdbälle, die es zu schützen gilt???? Bei uns steigen die Normen und hier der Gestank. Zusätzlich zerstören hunderte Sandtrucks die Wege zum Strand, um von dort den Sand zu holen. Die Menschen spüren nachts die Vibrationen und haben Risse im Mauerwerk ihrer Häuschen. Es fehlen wieder viele Bäume, auf das der nächste Sturm noch mehr zerstört.

Das Alles tut der Freundlichkeit der Menschen keinen Abbruch. Ich durfte erneut viele Menschen aus Gambia, aber auch aus anderen Ländern kennenlernen. Wir haben viel gelacht und das tolle Wetter genossen. Ich habe Freunde getroffen und konnte einen weiteren Schritt, im Gambia verstehen, gehen. Opa erklärt inzwischen sehr geduldig, wenn ich mal wieder etwas nicht verstehe. Dafür bin ich sehr dankbar. Es waren sehr harte, arbeitsreiche Tage darunter, die aber schnell vergessen sind, wenn die Projekte Früchte tragen und man abends mit netten Menschen zusammen ist.

Ich bin glücklich und freue mich nun auf meine Familie und Freunde zu Hause.

 

 

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