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Hilfe zur Selbsthilfe



Interessante Reiseberichte von unserem letzten Aufenthalt.

16.3.18 - 3.4.18

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    Dank den              Rathenowern     wachsen in Gambia     nun die ersten     Orangen

    MAZ vom 28.3.2018

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Von Harry, Student aus Neuseeland (März 2018)

 

Meine Reiseerlebnisse mit Hand in Hand

Nach Gambia zu reisen war für mich eine unglaubliche Erfahrung. 

Ich weiß jetzt, nachdem ich dorthin gereist bin, was Armut bedeutet. Selbst mit so wenig Geld, waren die Menschen freundlich und wir fühlten uns zu jeder Zeit sicher. Es war wirklich eine unglaubliche Erfahrung.

Es war jedoch äußerst demütigend zu sehen und zu hören welche Anstrengungen unternommen wurden, damit es mit dem Land langsam wieder Berg auf geht.

Als wir uns die Projekte ansahen, konnte ich sehen, wie sehr die Projekte den Gemeinden zugute kommen und wie dankbar die Menschen sind, die an den Projekten beteiligt waren. Es war wirklich eine unglaubliche Erfahrung, so viel Gutes für die Menschen in Gambia zu erleben.

 


 

Elke Dartsch, aus Rathenow

 

Ich bin angekommen

Ich steige aus dem Flugzeug und mit mir das Gefühl einfach angekommen zu sein. Ankommen ist wie nach Hause kommen. Obwohl ich erst einmal hier war kommt mir alles vertraut vor. Die warme Luft, die Geräusche und Düfte. Ich genieße diesen ersten Moment und mir wird klar, dass Vertrautheit nicht viel Zeit braucht sondern einfach nur dieses Bauchgefühl das Richtige zu tun.

Und genau das ist es – RICHTIG

Die Mitglieder des Hand in Hand e. V. geben Hilfe zur Selbsthilfe. Der Garten in Kitty ist das beste Beispiel dafür. Natürlich bin ich stolz, dass die Menschen aus meiner Heimatstadt den Brunnen im zweiten Garten finanziert haben. Sie haben es getan, weil sie sehen, dass ihre Spenden wirklich dort ankommen wo sie gebraucht werden. Durch die stetige Berichterstattung des Vereins können sie die Erfolge miterleben und auch wenn es mal irgendwo  nicht reibungslos klappt.

Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl gemeinsam mit den Menschen vor Ort etwas zu schaffen. Nicht für sie- sondern mit ihnen.  Natürlich stoßen da zwei völlig verschiedene Kulturen aufeinander. Wer es bis hierhin noch nicht verstanden hat, der lernt spätestens jetzt was Akzeptanz und Toleranz für beide Seiten bedeuten. Ich bewundere manchmal heimlich die Geduld der Vereinsvorsitzenden. Auf meiner zweiten Reise habe ich verstanden, dass auch uns in manchen Dingen eine gewisse Entschleunigung ganz gut tun würde.  Obwohl diese Menschen zu den ärmsten unserer Welt zählen, ist ihre Lebensfreude und ein Lächeln stets zu spüren. Ich vermisse dieses Lächeln in Deutschland, im gut gefüllten Supermarkt, beim kostenlosen Arztbesuch und auch beim Bummeln durch die Straßen.

Oft werde ich gefragt, warum ich mich in meinem Urlaub nicht erhole und mir was Gutes tue. Meine Antwort darauf ist ganz einfach: Es gibt nichts erholsameres, als ein gutes Bauchgefühl  und nichts ist so

gut wie das Richtige zu tun.

 

 

 

 

 

 

 


 

Sophie, Studentin (März 2018)

 

Reisebericht Gambia

Für mich war es das erste Mal in einem Land dieser Art. Ich kann mich deswegen auch sehr glücklich schätzen, dass ich diese außergewöhnliche Reise mit einem so erfahrenen Verein wie Hand in Hand machen konnte. In Gambia angekommen bekam ich einen kleinen Kulturschock. Mir war bewusst, wie dort alles aussehen würde, aber wenn man es genau vor sich hat, ist es alles doch nochmal ganz anders. Der Kontrast zwischen den leeren, weiten Straßen mit Büschen, ausgetrockneten Pflanzen und ein paar Kühen zu den überfüllten Kleinstädten mit viel zu vielen Autos und Menschen, die sich im „Straßenverkehr“ lebensmüde verhielten, war riesig. Ich habe die ganze Zeit wie ein Kind aus dem Fenster gestarrt und konnte das alles nicht fassen. Die pure Dunkelheit, in der die Menschen immer noch gearbeitet und gelebt haben und für die das alles ganz normal war. 
Nach einem Tag des Ankommens, ging es aber auch schon gleich los. Fast jeder Tag war mit Projekten des Vereins gefüllt. Wir haben die Agrarprojekte in Kitty besucht und besichtigt. Es wurden auch gleich wichtige Entscheidungen über Brunnen und Bewässerungssystem für Kitty 2 mit dem ganzen Verein getroffen und das neue Land wurde vermessen. In Kitty 1 gedeihen die Pflanzen prächtig und wir haben angefangen, selbst ein kleines Schattenbeet mit Gurken, Tomaten, Kürbissen und anderem Gemüse anzubauen, welches die Familien dann verkaufen können. Natürlich haben wir auch die zahlreichen Spenden vorher für die jeweiligen Projekte sortieren müssen und dann verteilen können. Dadurch haben die Frauen in Kitty einen ganzen Koffer neuer Schuhe für die Gartenarbeit bekommen, neue Gartengeräte und zahlreich Saatgut für die nächste Saison.
Ganz spannend waren auch die Unterschiede in Hinsicht auf Pünktlichkeit, Ordnung und Bürokratie im Allgemeinen. Als Deutsche schlägt man sich fast täglich die Hände über dem Kopf zusammen. Aber wir müssen auch lernen, diese anderen Kulturen zu akzeptieren und uns ein wenig anzupassen, damit eine gute Zusammenarbeit entsteht. Da hat man besonders gemerkt, dass nicht alles immer so reibungslos klappt, wie man sich das vielleicht gewünscht hat, aber auch das gehört dazu und solche Hindernisse werden von dem Verein und den Mitgliedern souverän gemeistert.
Mein persönliches Highlight waren die Schulprojekte, die Hand in Hand betreut und unterstützt. Es ist bemerkenswert zu sehen, wie dort versucht wird, unter diesen Umständen eine gute Bildung zu ermöglichen. Auch in die Schulen haben wir viele Spenden gebracht und die Kinder waren überglücklich.
Gambia hat als Land unglaublich viel zu bieten. Wir konnten Affen füttern, Krokodile anfassen, auf einer atemberaubenden Bootstour Nilpferde sehen und die wunderschönen Strände genießen.
Alles in allem war es eine sehr schöne, aber auch anstrengende Zeit. Es ist nicht einfach diese neuen Eindrücke so schnell zu verarbeiten, aber ich empfehle jedem, sich durch so eine Reise die Augen öffnen zu lassen.

 


 

Jens, (März 2018)

Mein beeindruckendstes Erlebnis

Zum ersten Mal war ich nun mit in Gambia und habe meine Frau begleitet, die Mitglied im Verein ist und immer so viel über die Projekte erzählt hat. Mein erstes Mal Afrika, wenn man Tunesien von 30 Jahren mal weglässt, und die Gelegenheit, viele Fragen beantwortet zu bekommen, die mich bewegten. Wie oft haben wir zu Hause diskutiert, warum der schwarze Kontinent einfach nicht auf die Beine kommt? Dabei bin ich kein absoluter "Newbee", denn viel Zeit habe ich in Kuba verbracht, was zwar längst nicht das gleiche ist, aber doch viele ähnliche Ansatzpunkte bietet. Längst nicht alle Antworten habe ich in Gambia erhalten, aber doch einiges gesehen und erlebt, was es mir leichter macht, zu verstehen.

Vieles war neu, manches schön, etliches nicht so sehr. Die Straßensperren der Polizei, die traditionellen Compounds, die Fischer am wunderschönen Strand, unser wirklich tolles Quartier am Meer, die Werkstätten der Handwerker - alles starke Eindrücke. Was mich am meisten beschäftigt und letztlich auch beeindruckt hat, war die Tatsache, dass nicht jeder junge Mensch kritiklos von Europa geschwärmt hat, sondern sich schon damit auseinander setzt, was er wie vor Ort machen kann, um dort über die Runden zu kommen. Ich meine, da kenne ich viele, die in der DDR kritikloser gegenüber dem Westen waren! Natürlich lieben alle die Idee, nach Deutschland zu kommen, aber das das alles nicht ganz ohne ist, hat sich längst herum gesprochen. Das war für mich eine wichtige Erkenntnis, die mich bestärkt, verstärkt etwas für die Leute vor Ort zu tun. Das geht am besten mit einem Verein wie "Hand in Hand". Ehrliche und harte Arbeit vor Ort, mit Sinn und Verstand, ohne Verluste von Spendengeldern für vereinsfremde Zwecke. So stelle ich mir sinnvolle Hilfe für Afrika vor!