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Hilfe zur Selbsthilfe



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Bericht von Katrin Beiser aus Berlin, Gerti Bosch aus Holzheim

Reisebericht Gambia November 2018

 

Nun sind wir schon fast 2 Monate zurück aus Gambia und in unseren Gedanken beschäftigen wir uns sehr viel mit dem kleinen Land, ihren Menschen und ihren Aktivitäten. Unsere Spendenkoffer waren wie immer randvoll gefüllt mit Sachspenden, wie Gartengeräte, Schulmaterial, Schuhe und einer größeren Menge Verbandsmaterial und Medikamenten und nicht zu verachten, Spendengelder.

Die wunderschön gelegene Rainbow-Lodge, Sonne, Wärme, Meer, lange Strände und unberührte Natur, ließen uns erst einmal unseren Alltag vergessen. Als erste Aktion wollten wir einen Teil der Projekte von Hand in Hand besichtigen. So führte uns Opa, der Manager vor Ort, zu den Schulen Sanyang, Rumba und den Feldern Kitty 1 und 2.

Uns wurde viel von der Ausgangssituation erzählt, zum Teil auch mit Fotos dargestellt. Deshalb staunten wir nicht schlecht über den gepflegten Schulgarten in der Sanyang- Schule, das ordentliche Schulgebäude, die Idee, ein provisorisch mit einfachsten Naturmaterialien aufgestelltes Zusatz-Klassen-"Zimmer" und das im Bau befindliche 2. Schulgebäude. Während hier der Bau zögerlich vorangeht (wir haben jedoch erfahren, dass der Bau demnächst fertiggestellt wird), ist die Unterstützung für die Dorfschule in Rumba abgeschlossen und die Kinder profitieren unter anderem von den Schultoiletten, zusätzlichen Klassenzimmer und vor Ort gebauten Schulbänken und Tischen.

Nach einer Fahrt durch Staub und unbefestigte Straßen sowie karger Landschaft waren wir überwältigt, als wir vor Kitty 1 und 2 standen. Es war großartig zu sehen, wie es hier grünt und blüht, eine Farbenpracht, die durch die bunte Kleidung der Frauen noch verstärkt wurde. Die Orangenbäume, die durch die gut funktionierende Tröpfchenbewässerung, eine stattliche Größe mit vielen Orangen erlangt hatten. Die Wasserbecken waren durch die solarbetriebene Brunnenanlage reichlich gefüllt und die Frauen und Kinder bewirtschafteten fleißig ihre Beete. Wir können uns gut vorstellen, dass die Ernte von Gemüse reichlich ist und sich die Frauen über den Verkauf auf dem Markt Geld für lebenswichtige Nahrungsmittel wie Reis, Schulgeld oder Medikamente, zurücklegen können, um somit ihre Lebensgrundlage zu verbessern. Wir bekommen Gänsehaut, wenn man bedenkt, welche Schwierigkeiten für den Erfolg für diese Einsätze zu meistern sind. Termine ausmachen (das afrikanische Zeitgefühl entspricht nicht unserem getaktetem Leben), Technikverständnis, Preise aushandeln, haltbare Materialien besorgen, Spenden einsammeln, verwalten und sinnvoll einsetzen, um nur einiges von vielen Schwierigkeiten zu benennen.

Unser medizinisches Material wollten wir in dem über 400 km entfernten Dorf Sutukoba abgeben. Die Menschen leben dort abgelegen und minimalistisch. Es gibt dort keinen Strom, nur unbefestigte Straßen, die zu Regenzeiten zu reißenden Flüssen werden und Landstriche abgeschnitten werden. Das Wasser muss aus den wenigen Brunnen mit der Hand geschöpft werden. Eine medizinische Grundversorgung ist nicht gewährleistet. Die Dorfbewohner erwarteten uns sehnsüchtig mit äußerst herzlicher Gastfreundschaft, ausgedrückt in Tanz und Trommeln und reichlich Reis, Zwiebelsoße, Fisch, Brot, Melone und sogar zum Dinner Spaghetti. Die Unterkünfte für uns und die Dorfbesichtigung zeigen dass äußerst einfache Leben.

Der Besuch des neuen kleinen Healthcenters machte uns deutlich, dass Krankheiten kaum behandelbar sind. Es fehlen diagnostische Möglichkeiten und eine Behandlung ist nur auf einfachster Ebene möglich. Schwangere und schwerer betroffene Patienten müssen in das 20 km (mehrere Stunden bzw. Tag Anfahrt) entfernte Krankenhaus - vorher mit Eselskarren, jetzt mit dem gespendeten ASB-Krankentransportwagen (extreme Erleichterung) gebracht werden. Unsere in Serrekunda eingekauften Medikamente wie Malaria-Tabletten und Teststreifen, Antibiotika, Wurmmittel und anderes sowie unser gesponsertes Verbandsmaterial wurde glücklich in Empfang genommen, da dieses dringend gebraucht und immer zum Einsatz kommt. In intensiven Gesprächen hat uns sehr beeindruckt, dass die Dorfgemeinschaft eine „Krankenversicherung“ für sich entwickelt hat. Pro Kopf wird ein Dalasi (ca. 2 Cent) pro Monat eingesammelt, um die Finanzierung der Angestellte und des Autos mit zu unterstützen.

Es gäbe noch sehr viel zu berichten, wie der Besuch des lebensfrohen Yahyah in Senegal, die Teilnahme an einer traditionellen Hochzeit, Kennenlernen von interessanten Leuten wie Berufsimker, Musiker, Studenten im Auslandeinsatz, was aber den Rahmen hier sprengen würde.

Leider mussten wir auch erleben, dass die Chinesen sich in das Land einkaufen (extremer Straßenbau) und den Staat von sich abhängig machen bzw. eine Verschuldung schon da ist. Es wurde die Fischfabrik in Sanyang wieder in Betrieb genommen, was zur Folge hatte, dass es widerlich gestunken und kaum aushaltbar war. Die giftigen Abfallstoffe werden ins Meer geleitet, der Fischfang ist massiv bedroht und die Gesundheit der Menschen schwer beeinflusst.

Gambia ist auf jeden Fall eine Reise wert und auch das Projekt Hand in Hand hat uns so beeindruckt, dass wir um Unterstützung und Spenden bitten. Hilfe zur Selbsthilfe findet vor Ort statt!!

Durch den Tourismus und die Bedürftigkeit der Menschen vor Ort ( schwierige Lebensbedingungen) entsteht oft eine falsch verstandene Unterstützung , in dem den Menschen einfach so Geld gegeben wird und ihnen damit die Möglichkeit genommen wird, Ideen zum selbstständigen Leben zu entwickeln. Ihre Abhängigkeit wird dadurch noch größer. Wir wünschen uns Touristen, die mit Bedacht dieses Land unterstützen.

In diesem Sinne freuen wir uns auf ein Wiedersehen in Gambia und den Besuch der Projekte und der Menschen vor Ort.

von Kerstin auch Aminata genannt, Juli 2018

Ein Kurztripp zum Shoppen

19.7.2018

Gestern habe ich noch geschrieben, dass es seit 2 Wochen nicht geregnet hat und nun sind binnen kurzer Zeit alle Strassen überflutet. Das so viel Regen auf einmal vom Himmel fallen kann ist mir unbegreiflich. Autos bleiben liegen, Menschen stehen auf einmal bis zum Knie im Wasser. Die Kinder, die fröhlich in den Pfützen getanzt haben sind verschwunden. Unsere Scheibenwischer schaffen es nicht mehr, auch von innen sind die Scheiben beschlagen, genau wie meine Brille.

Ich wische mit dem Zeitungspapier, indem mein Tapalappa eingepackt war, von innen die Scheiben. Es geht nur im Schritttempo voran.

Alles sieht frisch aus und ein angenehmer Wind weht. Die Menschen freuen sich, endlich können sie auf die Felder.

Ich habe mich heute mit Dibba in Sanyang getroffen. Die Fischfabrik ist echt zu, aber sie vertrauen dem Frieden nicht. Der Ärger auf den neuen Präsidenten steigt. In Sanyang sind die Menschen aus dieser Partei ausgetreten. Allerdings hoffen die Fischer (leider) dass die Produktion von Fischmehl wieder startet. Sie haben für den grätenreichen Bongafisch mehr Geld von den Chinesen, als von den Dorfbewohnern bekommen. So gibt es zwei Lager. Die einen wollen, dass die Fabrik wieder öffnet, die anderen hoffen, dass die Dinger zu bleiben. Auf jeden Fall hat Barrow entschieden, dass alle Umweltauflagen erfüllt werden müssen, bevor sie wieder starten dürfen.

20.7.2018

Heute stand Kitty 1 und 2 auf dem Plan. Ich wollte ja alle Projekte an einem Tag abarbeiten, aber das geht nicht. Wir kommen zum Teil nur langsam voran. Die Gärten sehen gut aus, nur der Wasserinstallateur ist weg. So kriegen wir die Leitungen zu den Wasserbecken nicht komplett verlegt. Opa hat schon einen Plan für die Verteilung der Beete gemacht und die Frauen drängeln. Was nutzt es ? Der Wassermann muss erst kommen. Opa ist zuversichtlich, dass es in den nächsten Tagen passiert.

Unseren Schafen geht es gut. Wenn es regnet kommen sie in Opas Küche 

Von Harry, Student aus Neuseeland (März 2018)

 

Meine Reiseerlebnisse mit Hand in Hand

Nach Gambia zu reisen war für mich eine unglaubliche Erfahrung. 

Ich weiß jetzt, nachdem ich dorthin gereist bin, was Armut bedeutet. Selbst mit so wenig Geld, waren die Menschen freundlich und wir fühlten uns zu jeder Zeit sicher. Es war wirklich eine unglaubliche Erfahrung.

Es war jedoch äußerst demütigend zu sehen und zu hören welche Anstrengungen unternommen wurden, damit es mit dem Land langsam wieder Berg auf geht.

Als wir uns die Projekte ansahen, konnte ich sehen, wie sehr die Projekte den Gemeinden zugute kommen und wie dankbar die Menschen sind, die an den Projekten beteiligt waren. Es war wirklich eine unglaubliche Erfahrung, so viel Gutes für die Menschen in Gambia zu erleben.

 


 

Elke Dartsch, aus Rathenow

 

Ich bin angekommen

Ich steige aus dem Flugzeug und mit mir das Gefühl einfach angekommen zu sein. Ankommen ist wie nach Hause kommen. Obwohl ich erst einmal hier war kommt mir alles vertraut vor. Die warme Luft, die Geräusche und Düfte. Ich genieße diesen ersten Moment und mir wird klar, dass Vertrautheit nicht viel Zeit braucht sondern einfach nur dieses Bauchgefühl das Richtige zu tun.

Und genau das ist es – RICHTIG

Die Mitglieder des Hand in Hand e. V. geben Hilfe zur Selbsthilfe. Der Garten in Kitty ist das beste Beispiel dafür. Natürlich bin ich stolz, dass die Menschen aus meiner Heimatstadt den Brunnen im zweiten Garten finanziert haben. Sie haben es getan, weil sie sehen, dass ihre Spenden wirklich dort ankommen wo sie gebraucht werden. Durch die stetige Berichterstattung des Vereins können sie die Erfolge miterleben und auch wenn es mal irgendwo  nicht reibungslos klappt.

Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl gemeinsam mit den Menschen vor Ort etwas zu schaffen. Nicht für sie- sondern mit ihnen.  Natürlich stoßen da zwei völlig verschiedene Kulturen aufeinander. Wer es bis hierhin noch nicht verstanden hat, der lernt spätestens jetzt was Akzeptanz und Toleranz für beide Seiten bedeuten. Ich bewundere manchmal heimlich die Geduld der Vereinsvorsitzenden. Auf meiner zweiten Reise habe ich verstanden, dass auch uns in manchen Dingen eine gewisse Entschleunigung ganz gut tun würde.  Obwohl diese Menschen zu den ärmsten unserer Welt zählen, ist ihre Lebensfreude und ein Lächeln stets zu spüren. Ich vermisse dieses Lächeln in Deutschland, im gut gefüllten Supermarkt, beim kostenlosen Arztbesuch und auch beim Bummeln durch die Straßen.

Oft werde ich gefragt, warum ich mich in meinem Urlaub nicht erhole und mir was Gutes tue. Meine Antwort darauf ist ganz einfach: Es gibt nichts erholsameres, als ein gutes Bauchgefühl  und nichts ist so

gut wie das Richtige zu tun.

 

 

 

 

 

 

 


 

Sophie, Studentin (März 2018)

 

Reisebericht Gambia

Für mich war es das erste Mal in einem Land dieser Art. Ich kann mich deswegen auch sehr glücklich schätzen, dass ich diese außergewöhnliche Reise mit einem so erfahrenen Verein wie Hand in Hand machen konnte. In Gambia angekommen bekam ich einen kleinen Kulturschock. Mir war bewusst, wie dort alles aussehen würde, aber wenn man es genau vor sich hat, ist es alles doch nochmal ganz anders. Der Kontrast zwischen den leeren, weiten Straßen mit Büschen, ausgetrockneten Pflanzen und ein paar Kühen zu den überfüllten Kleinstädten mit viel zu vielen Autos und Menschen, die sich im „Straßenverkehr“ lebensmüde verhielten, war riesig. Ich habe die ganze Zeit wie ein Kind aus dem Fenster gestarrt und konnte das alles nicht fassen. Die pure Dunkelheit, in der die Menschen immer noch gearbeitet und gelebt haben und für die das alles ganz normal war. 
Nach einem Tag des Ankommens, ging es aber auch schon gleich los. Fast jeder Tag war mit Projekten des Vereins gefüllt. Wir haben die Agrarprojekte in Kitty besucht und besichtigt. Es wurden auch gleich wichtige Entscheidungen über Brunnen und Bewässerungssystem für Kitty 2 mit dem ganzen Verein getroffen und das neue Land wurde vermessen. In Kitty 1 gedeihen die Pflanzen prächtig und wir haben angefangen, selbst ein kleines Schattenbeet mit Gurken, Tomaten, Kürbissen und anderem Gemüse anzubauen, welches die Familien dann verkaufen können. Natürlich haben wir auch die zahlreichen Spenden vorher für die jeweiligen Projekte sortieren müssen und dann verteilen können. Dadurch haben die Frauen in Kitty einen ganzen Koffer neuer Schuhe für die Gartenarbeit bekommen, neue Gartengeräte und zahlreich Saatgut für die nächste Saison.
Ganz spannend waren auch die Unterschiede in Hinsicht auf Pünktlichkeit, Ordnung und Bürokratie im Allgemeinen. Als Deutsche schlägt man sich fast täglich die Hände über dem Kopf zusammen. Aber wir müssen auch lernen, diese anderen Kulturen zu akzeptieren und uns ein wenig anzupassen, damit eine gute Zusammenarbeit entsteht. Da hat man besonders gemerkt, dass nicht alles immer so reibungslos klappt, wie man sich das vielleicht gewünscht hat, aber auch das gehört dazu und solche Hindernisse werden von dem Verein und den Mitgliedern souverän gemeistert.
Mein persönliches Highlight waren die Schulprojekte, die Hand in Hand betreut und unterstützt. Es ist bemerkenswert zu sehen, wie dort versucht wird, unter diesen Umständen eine gute Bildung zu ermöglichen. Auch in die Schulen haben wir viele Spenden gebracht und die Kinder waren überglücklich.
Gambia hat als Land unglaublich viel zu bieten. Wir konnten Affen füttern, Krokodile anfassen, auf einer atemberaubenden Bootstour Nilpferde sehen und die wunderschönen Strände genießen.
Alles in allem war es eine sehr schöne, aber auch anstrengende Zeit. Es ist nicht einfach diese neuen Eindrücke so schnell zu verarbeiten, aber ich empfehle jedem, sich durch so eine Reise die Augen öffnen zu lassen.

 


 

Jens, (März 2018)

Mein beeindruckendstes Erlebnis

Zum ersten Mal war ich nun mit in Gambia und habe meine Frau begleitet, die Mitglied im Verein ist und immer so viel über die Projekte erzählt hat. Mein erstes Mal Afrika, wenn man Tunesien von 30 Jahren mal weglässt, und die Gelegenheit, viele Fragen beantwortet zu bekommen, die mich bewegten. Wie oft haben wir zu Hause diskutiert, warum der schwarze Kontinent einfach nicht auf die Beine kommt? Dabei bin ich kein absoluter "Newbee", denn viel Zeit habe ich in Kuba verbracht, was zwar längst nicht das gleiche ist, aber doch viele ähnliche Ansatzpunkte bietet. Längst nicht alle Antworten habe ich in Gambia erhalten, aber doch einiges gesehen und erlebt, was es mir leichter macht, zu verstehen.

Vieles war neu, manches schön, etliches nicht so sehr. Die Straßensperren der Polizei, die traditionellen Compounds, die Fischer am wunderschönen Strand, unser wirklich tolles Quartier am Meer, die Werkstätten der Handwerker - alles starke Eindrücke. Was mich am meisten beschäftigt und letztlich auch beeindruckt hat, war die Tatsache, dass nicht jeder junge Mensch kritiklos von Europa geschwärmt hat, sondern sich schon damit auseinander setzt, was er wie vor Ort machen kann, um dort über die Runden zu kommen. Ich meine, da kenne ich viele, die in der DDR kritikloser gegenüber dem Westen waren! Natürlich lieben alle die Idee, nach Deutschland zu kommen, aber das das alles nicht ganz ohne ist, hat sich längst herum gesprochen. Das war für mich eine wichtige Erkenntnis, die mich bestärkt, verstärkt etwas für die Leute vor Ort zu tun. Das geht am besten mit einem Verein wie "Hand in Hand". Ehrliche und harte Arbeit vor Ort, mit Sinn und Verstand, ohne Verluste von Spendengeldern für vereinsfremde Zwecke. So stelle ich mir sinnvolle Hilfe für Afrika vor!

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