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Hilfe zur Selbsthilfe



Unser Vereins-kalender ist fertig und kann gegen eine Spende von 10 Euro erworben werden.

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Tolle Unterstützung unserer Vereinsarbeit durch den Friseur Salon Per Capelli in Leipzig

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Tolle Unterstützung durch den Friseur Salon Per Capelli in Leipzig

Was für eine tolle Aktion! Die Geschäftsinhaberin, Annett Böttger vom Friseur Salon Per Capelli, hat uns mit einer besonderen Aktion überrascht. Sie erklärt während des Haare Schneidens und des Verwöhnprogramms unsere Arbeit in Gambia und sammelt Spenden von ihren Kunden. Somit erreicht ein weiterer Personenkreis Informationen über unsere Arbeit. Jede Hilfe ist Wichtig!

 

 

 

Täglich erreichen uns Bilder von unseren Projekten

 

Hurra, unser erster Vereinskalender für 2018 ist fertig!

Er gibt einen kurzen Überblick über die Vereinsarbeit und die jeweiligen Projekte. Gegen eine Spende von 10 Euro ist der tolle Kalender zu erwerben. Den Betrag auf unser Vereinskonto einzahlen, bei Verwendungszweck "Kalender" angeben.

Der Erlös wird zu hundert Prozent für die Projekte verwendet.

Bitte vergessen Sie nicht uns Ihre Anschrift mitzuteilen. Vielen Dank.

 

September 2017

Elke Dartsch, unsere kreative und umtriebige Mitstreiterin von Hand in Hand hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen. 1000 Tropfen sind ein Brunnen. 

Für unser weiteres Agrarprojekt in Kitty müssen wir einen Brunnen bauen. Bei diversen Veranstaltungen sammelt Elke Dartsch und viele Mitstreiter das nötige Geld. Die Menschen von Rathenow und Umgebung unterstützen maßgeblich dieses Projekt. 1000 Dank dafür.

Sie können auch über unsere Webseite  für dieses Projekt spenden.

Juli 2017, ein Traum geht in Erfüllung!

Unser Manager von Gambia, Pa Malang Saidy, auch Opa genannt, zu Besuch in Deutschland!

Unsere Vereinsvorsitzende, Kerstin Gebhardt, hat den Wunsch, Opa nach Deutschland einzuladen, wahr werden lassen. Wir wollten ihm zeigen, dass Europa kein Paradies ist, sondern viele mit Armut, Langeweile und der Sehnsucht n ach der Familie zu kämpfen haben. Der Traum von Luxus ist bei den meisten Flüchtlingen wie eine Seifenblase zerplatzt. Viel Zeit, Energie und so manche schlaflose Nacht hat Kerstin G. geopfert, damit Opa das Visum in seinen Händen halten durfte.

Ganze drei Wochen kommt unser Manager zu Besuch nach Deutschland. Kerstin und andere Mitglieder des Vereins, haben ein interessantes und arbeitsreiches Programm zusammengestellt. Das war nicht nur Sightseeing, sondern Besuch einer Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart, ein Erstaufnahmelager in München, Arbeiten als Pfleger im Krankenhaus, Ausmisten beim Bauern, aber auch Angeln, ein Rundflug über Dessau, Führung durch das BMW Werk usw. standen auf dem Plan.

Am 8.7.2017 hatten wir unsere jährliche Mitgliederversammlung. Alle Teilnehmer haben sich auf das Wiedersehen mit Opa gefreut. Auf der Versammlung wurde der Stand der Projekte erläutert und die weiteren Arbeiten abgestimmt. Opa hat sich, im Namen aller Bewohner von Kitty, bei uns für die Unterstützung bedankt, sowie die Gute und faire Zusammenarbeit.

Hinter Opa liegen ereignisreiche Tage. Er hat erleben können, dass man auch in Deutschland nicht alles fertig im Supermarkt kauft. Die Menschen in Gambia haben oft ein falsches Bild von Deutschland. Gut, dass Opa hier nun auch Menschen gesehen hat, die kein Dach über dem Kopf haben und das Spendengelder nicht vom Himmel fallen. Ich denke er hat schon jetzt viel zu erzählen, wenn er wieder zu Hause ist.

Er durfte sich ein Bild von der deutschen Landwirtschaft machen und kann überhaupt nicht verstehen, warum Gemüse eine vorgeschriebene Größe haben muss um verkauft zu werden und ansonsten weggeworfen wird. Im Garten in Kitty wird gerade Cassava geerntet. Das ist so ähnlich wie unsere Kartoffeln. Und den Menschen ist es völlig egal wie klein oder groß die Cassava ist - Hauptsache sie macht satt. Eigentlich logisch - oder ?

Die großen Maschinen haben Opas ganze Bewunderung. Das frühe Aufstehen und die knallhart kalkulierte Arbeitszeit wohl eher nicht. Aber Opa schlägt sich tapfer und nimmt jede Herausforderung an. Selbst beim Salsa Unterricht und beim Bogenschießen schlägt er sich hervorragend.

Kerstin Gebhardt zieht ein Resümee der letzten Tage. „ Opa wird immer mehr klar, wie sehr er seine Leute von der Flucht abhalten muss. Er hat auch heute wieder Anrufe von geflüchteten Landsleuten gehabt, die in Facebook gesehen haben, dass er in Deutschland ist. Sie bitten ihn um Hilfe. Sie dürfen nicht arbeiten, bekommen keine Papiere, langweilen sich und vermissen ihre Familien. Da sie sehen, dass er mit vielen Weißen zusammen ist, denken sie, er kann helfen. Mein Stolz auf unseren Opa wächst. Er erklärt ihnen, dass er zurück fliegen wird, um seinen Landsleuten die Wahrheit zu sagen. Für einen Besuch, ist Deutschland ein wunderschönes Land. Um als Flüchtling glücklich zu werden, ist es für viele eine unlösbare Aufgabe. Er hat verstanden, dass es ein lukratives Business für einige Deutsche/ Europäer geworden ist. Die Banken verdienen ordentlich bei jeder Überweisung nach Hause.“

Er telefoniert jeden Tag mit einigen Landsleuten und versucht sie von ihren Fluchtplänen abzuhalten. Er meint, er wird sich in Gambia die Zeit nehmen und mit den jungen Männern (und deren Eltern) reden. Nachdem er im Flüchtlingswohnheim noch die Gefahren der Flucht und die Situation in Libyen von seinen Landsleuten erfahren hat, versteht er immer mehr, warum er eingeladen wurde. Er meinte heute zu mir: " Ich bin Dir so dankbar. Ja, du hast mir alles erklärt, aber jetzt erlebe ich es. Und ich verstehe Euch. Ich verspreche, meine Landsleute aufzuklären. Wir haben ein schönes Gambia ohne Krieg. Wir müssen zusammen vor Ort für ein besseres zu Hause arbeiten. Ein zu Hause, in dem es keinen Hunger mehr gibt. Europa ist keine Lösung."

Mit vielen Erinnerungen, interessanten Erfahrungen aber auch die Bekanntschaft mit so vielen freundlicher Menschen gemacht zu haben, kann unser Manager den Heimweg antreten. Wir hoffen, dass er sein Wissen über Deutschland und die Gefahren der Flucht an Freunde, Familie und Flüchtende weiter gibt. Wenn ihm das gelingt, dann hat sich jede Anstrengung gelohnt.

 

Gruppenreise 2017

Unsere zweite Gruppenreise nach Gambia.

Kerstin Gebhardt, Vereinsvorsitzende, ist bereits Mitte Februar nach Gambia geflogen. Nach und nach trafen die Teilnehmer der Gruppenreise ein.

Alle waren sehr gespannt, wie die Stimmung unter den Menschen ist und ob es schon spürbare Veränderungen gibt, seit der neue Präsident Adama Barrow an der Regierung ist. Die Menschen sind voller Hoffnung, dass es jetzt einen Wandel gibt und sich die Lebensbedingungen positiv verändern. Wir würden es ihnen sehr wünschen.

Kerstin G. nutzte die Zeit, um sich um die anfallenden Probleme bei den Projekten vor Ort zu kümmern. Sie besuchte zuerst das Gartenprojekt in Kitty. Bei der Ankunft war sie überwältigt, dass die ganze Anbaufläche einer grünen Oase glich. „Die Menschen im Garten arbeiten zu sehen macht glücklich. Die Frauen singen bei der Arbeit und immer mehr kommen und wollen auch Beete. Es ist alles gepflegt und ordentlich angelegt. Die ersten Ernten sind bereits verkauft, oder verspeist. Unsere, im November gesäten Kichererbsen sind toll gewachsen und total lecker, auch der Mais trägt Kolben und kann bald geerntet werden. Jetzt werde ich noch einige Beete anlegen. Die Frauen freuen sich schon auf das „Dilemma„ sie sind nämlich der Meinung, weiße Frauen können keine Gartenarbeit.“

Während des Aufenthalts wurden die Steine für einen Abstellraum gefertigt, in welchem dann das Werkzeug und Saatgut gelagert werden kann.

Ein Problem gibt es bei unserer Solartechnik. Auf dem 2 ha großen Gelände haben wir 6 Wasserbecken zum Gießen bauen lassen, die durch eine Pumpe befüllt werden müssen. Irgendwie kommt aber nicht ausreichend Wasser an.“ Ich möchte gern an der Seite der aufgehenden Sonne noch eine Zelle anbringen, da die Pumpe erst 13 Uhr anspringt. Es wird mir nicht gelingen. Alle sagen, dass das Quatsch ist. In Gambia werden alle Solarzellen in eine Richtung gebaut. Auf meine Frage, ob sie wissen, dass sich die Erde dreht und die Sonne früh woanders steht, erntete ich Gelächter. Das sei vielleicht in Deutschland so, aber in Gambia dreht sich die Erde nicht, sonst würden ja die Menschen permanent hinfallen…. Soviel dazu. So haben wir noch 3 weitere Solarzellen montiert und hoffen, das Problem dazu gelöst zu haben.

Der nächste Besuch galt der Schule in Rumba. Durch die Unterstützung einer Stiftung in Deutschland, hatten wir die Möglichkeit, die dringend benötigte Mauer zu finanzieren. Es wurden fleißig Steine gefertigt, damit mit dem Bau der Mauer begonnen werden kann. Ein wilder Weg führt durch das Schulgelände, den manche Autofahrer zum Rasen nutzten und somit die Kinder gefährdeten. Die Mauer soll Schutz bieten. Der Dorfälteste will das Projekt unterstützen und wenn wir Land brauchen, würden wir es von der Dorfgemeinschaft bekommen. Er freut sich so, dass die Schule Unterstützung bekommt. Der Wunsch ist, 3 neue Klassenräume zu bekommen. So muss nicht mehr in zwei Schichten unterrichtet werden. Die Schulleiterin erklärte uns, dass bis 2014 die Schule dem Dorf gehörte. Eine Holländerin sponserte die Schule und Gehälter der Lehrer. Nach der Scheidung von ihrem gambischen Ehemann hörte die Unterstützung auf. Dann lag die Schule brach, da die Community nicht zahlen konnte. So sieht es aus, wenn Abhängigkeiten geschaffen werden. Es bricht alles zusammen, wenn der Sponsor weg fällt. Angel Awa Jarjou, eine Frau aus dem Dorf fuhr dann zur Regierung und bat um Unterstützung, da es ja 3 Klassenräume gab. Die Regierung stellte neue Lehrer ein (zurzeit 5) und der Unterricht konnte beginnen. Stück für Stück kamen mehr Kinder und die Schule platzt aus allen Nähten. Zurzeit sind in der Nursery 1-3 // 93 Kinder und nachmittags in der Primary 64 Schüler. Bei unserem zweiten Besuch, mit allen Teilnehmern der Reisegruppe, konnten wir uns davon überzeugen, dass die Mauer in nur 4 Tagen fertiggestellt wurde. Wir waren von der Schnelligkeit einfach überwältigt. Phantastisch was die Gambier schaffen, wenn sie etwas so dringendes wie die Mauer wollen. Nun hat die Schule neue Toiletten, einen Brunnen und eine Mauer. Die Planung für 3 neue Klassenräume ist nun im Gange. Die Freude über das gespendete Schulmaterial, war riesengroß.

Auch dem Schulgartenprojekt in Sanyang erstatteten wir einen Besuch. Die Freude uns zu sehen war bei allen Helfern sehr groß. Bei dem Meeting mit dem Dorfältesten erfuhren wir, das die Gartenfläche nicht mehr ausreicht, um mit dem Ertrag die Lehrer zu finanzieren. Die Frauen wünschen sich ein größeres Stück Land. Wir machten den Anwesenden klar, dass wir kein Land kaufen würden. Das muss von den Dorfbewohnern selbst geschehen. Wir können nur beim Brunnenbau bzw. bei einer Mauer/Zaun behilflich sein. Unser oberstes Gebot, keine Abhängigkeiten zu schaffen, ist für uns sehr wichtig.

Die Tage unserer Reise waren voll mit wichtigen Arbeiten. Opa wurde wieder sozialversichert und das Auto brauchte einen TÜV und kleine Reparaturen. Für den Dorfarzt in Kitty, der unseren Manager kostenlos behandelt hat, kauften Gerti und Ursula notwendige Medikamente. Elke Dartsch hatte noch einen Koffer voller Verbandsmaterialien. Die Freude beim Arzt kann man kaum in Worte fassen. Jens, Elke und Ursula haben auf unserem Gartenprojekt in Kitty die Orangenbäume gezählt. Ulrich, unser Neuling, trainierte die Fußballmannschaft. So hatte jeder seine Aufgabe und die Zeit verging wie im Flug. Die vielen gespendeten Kindersachen, Luftballons, Süßigkeiten und Bälle wurden bei den jeweiligen Besuchen verteilt.

Das Fazit aller Mitglieder von Hand in Hand war, dass sich der Aufwand lohnt und die Hilfe angenommen wird. Die Gambier nehmen die Projekte gut an und bewirtschaften sie mit Freude. Der Verkauf der Ernte sichert den Familien ein kleines Einkommen bzw. bereichert das tägliche Mahl.  Wir haben wieder viel über die Menschen und die Kultur gelernt und freuen uns auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen.

Bilder von Februar/ März 2017

Januar 2017

Machtwechsel in Gambia

In Gambia ist gerade ein Kampf um die Staatsspitze unblutig zu Ende gegangen. Der Afrika-Beauftragte Günter Nooke lobt die ECOWAS, die mit militärischer Intervention drohte - und fordert mehr Investitionen in die afrikanische Wirtschaft.

Ausdrücklich hob Nooke die Rolle der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS hervor. Diese sei gut aufgestellt und hat  mehr geleistet, "als in Europa möglich wäre". Dies liege auch an dem in den Regularien der Organisation festgeschriebenen Interventionsrecht, sagte der Afrika-Beauftragte.

Die Bundesregierung werde die Rolle der panafrikanischen Organisationen künftig weiter stärken, kündigte Nooke an. Zu den Migrationsbewegungen Richtung Europa sagte er, nur mit der Sicherung von Grenzen werde das Problem nicht gelöst werden.

Nooke forderte im diesem Zusammenhang deutlich mehr Investitionen in die afrikanische Wirtschaft – "damit in Afrika Arbeitsplätze entstehen, die Menschen dort eine Perspektive haben, auch gut ausgebildete Menschen dort  Geld verdienen können. Wir müssen dafür sorgen, dass Produkte in Afrika produziert werden, am besten für Europa oder für die ganze Welt. Aber wenn das nicht klappt, wenigstens für Afrika." (ahe)